Geliebtes Hühnerfrikassee – (Aus neuer Rubrik! „want-more-food“)

…von meiner Mum. Wie gerne erinnere ich mich an die Tage zurück, als ich von der Schule nach Hause kam und in unserer kleinen Küche mit meinem damaligen Lieblingsessen überrascht wurde. Dieses Hühnerfrikassee war einige Jahre mein Favorit, wenn ich mir zu meinem Geburtstag mein Lieblingsgericht auswählen durfte.

Wenn ich es verzehre genieße ich nicht nur die damit verbundene Kindheitserinnerung, sondern darf auf diese Weise meiner Mama ganz nah sein, da es genauso schmeckt, wie als wenn sie es für mich gekocht hätte. Oft sitze ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge vor meiner Portion, schließe meine Augen um in die damalige Mama-Tochter-Welt einzutauchen.

Heute möchte ich für euch eine neue Rubrik eröffnen!

Die „want-more-food“ Rubrik – Lieblingsgerichte für Kleinkinder

Es ist an der Zeit, meinen gesammelten Erfahrungsschatz mit euch zu teilen. Seit über acht Jahren bereite ich täglich die Mittagsmahlzeiten für unsere Kindertagespflege zu. Meine Mahlzeiten wurden von mittlerweile 48 kleinen Kritikern probiert, welche nichts besser können, als dir ganz offen und ehrlich mitzuteilen, ob ihnen die angebotene Portion schmeckt oder nicht. Das größte Lob erhalte ich, wenn mir die kleinen Krabbler von ihren Tischgruppen ein sich immer wiederholendes:

„Noch meeehr!“ 

zurufen und mein größter Kochtopf im Nu leer geschöpft wurde. Für die Kleinkinder (bis etwa 2,5 Jahren) püriere ich dieses Frikassee zu einer sämigen Soße, damit sie nicht mit den Fasern vom Hühnerfleisch kämpfen müssen. Das Pürieren ist ein kleines Geheimnis von mir. Sämtliche gesunde Nährstoffe kann ich auf diese Weise anbieten, ohne das einige Gemüsesorten stückchenweise zum Tellerrand aussortiert werden.

Viele von uns trinken Smoothie´s! – Das ist im Grunde nichts anderes.

Keine Sorge. Im Normalfall kauen die Kleinen andere Lebensmittel trotzdem sehr gut, denn manchmal wird die Meinung vertreten, das damit die Umstellung auf feste Nahrung erschwert werden könnte.

Ich staune immer wieder, wie sie mit ihren wenigen Zähnchen Karotten oder Paprika zerkleinern. Um ein Verschlucken zu verhindern, sollten sie allerdings dabei sitzen bleiben und nicht durch die Gegend flitzen.

Künftig teile ich meine „want-more-food-Bestseller“ mit euch und erfülle so manchen Rezeptwunsch der Eltern ehemaliger Tageskinder.

Nun aber endlich zum heutigen Rezeptvorschlag:

 

Zutatenliste:

  • 1,4 kg Maishuhn (aus artgerechter, biologischer Tierhaltung)

waschen

  • 100 g Knollensellerie
  • 2 große Karotten
  • 1 große Zwiebel

in kleine Würfel schneiden. Gemüse und Maishuhn in einem großen Topf mit

  • 2.5 l leicht gesalzenes Wasser
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter
  • 1 EL Pfefferkörner

einlegen und sprudelnd aufkochen. Die Temperatur auf ein Drittel minimieren und weitere 30 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Spargel schälen oder alternativ ein Glas fertig gekochten Spargel öffnen und dessen Sud entfernen. Ich verwende gerne frischen oder eingefrorenen Spargel. Dasselbe gilt für Champignons.

  • 200 g Spargel schälen und in 2 cm Stücke schneiden
  • 1 weitere große Karotte fein würfeln
  • 400 g Champignons putzen und in Scheiben schneiden

Das gekochte Maishuhn aus dem Topf herausnehmen. Wenn sich die Hühnerschenkel locker und leicht abtrennen lassen, ist es perfekt gegart. Das Fleisch von allen Knochen lösen und klein schneiden. Beiseite stellen.

Die Hühner-Gemüsebrühe durch ein Sieb in einem Behälter auffangen. 

In einem weiteren Topf

  • 100 g Fassbutter schmelzen und mit
  • 60 g Weizen oder Dinkelmehl und
  • 1/2 TL Currypulver eindicken

und mit der Brühe nach und nach aufgießen und zum Kochen bringen. Temperatur verringern. Spargel, Karotte und Champignons zufügen und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Nun mit

  • 100 ml Schlagsahne
  • 30 ml frisch gepressten Zitronensaft
  • 1 Bund gehackte Petersilie
  • Salz und Pfeffer

abschmecken.

Dazu gekochten Reis (evtl. etwas Currypulver) servieren.