Spinat-Käseknödel – Tiroler Art

Kommt dir das bekannt vor? Du erinnerst dich an deine letzte Skifreizeit in den Bergen, an gemeinsame Mahlzeiten aus der Kindheit mit deiner geliebten Oma, das erste Treffen mit deinem Schatz im Restaurant um die Ecke oder an den ewig zurück liegenden Einkaufsbummel über den Wochenmarkt. Und schon alleine nur bei diesem Gedanken, hast du einen bestimmten Duft in der Nase und den Geschmack auf der Zunge, welcher dich an diesen Ort zurück versetzt.

Das Gericht „Südtiroler Knödeltries“, eines Lokals aus unserem Lieblings-Skigebiet in den Dolomiten bereitete mir ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Ich sehe mich gedanklich noch immer mit leuchtenden Augen an diesem Tisch in der Berghütte sitzen, als ich das erste Mal davon kostete. Ein Traum!

Die Urlaubszeit geht zu Ende. Wir kommen nach Hause und ich probiere alles aus, um dieses neue Lieblingsgericht irgendwie wieder hinzuzaubern. Ich pflügte verschiedene Internetportale nach passenden Rezeptvorschlägen durch und kochte einige Variationen nach. Irgend eine Kleinigkeit hat meist doch noch gefehlt. Mein X-ter Versuch, „frei Schnauze“ ohne Rezept, führte mich zu diesem Rezept.

Es ist eine Kombination von Zweien meiner Lieblingsknödel.

Über diese Spinat-Käseknödel kannst du geschmolzene Butter oder Knoblauch-Olivenöl gießen und gibst frisch geriebenen Parmesan darüber. Als Beilage würde ein frischer Blattsalat mit Kräuter Vinaigrette passen. Dieses Rezept eignet sich auch wunderbar als Beilage zu verschiedenen Bratengerichten.

Wenn du frischen Spinat verwendest und diesen blanchiert weiter verarbeitest, behält das Gemüse seine frische, grüne Farbe und die Vitamine. Ich versuche (wegen der Zusatzstoffe) auf Fertigprodukte überwiegend zu verzichten.

(ergibt 10 – 12 Knödel)

1 kg frischer Spinat (Gewicht nach Verarbeitung ca. 450 g)

Spinat waschen, abtropfen und von groben Stielen befreien. Etwa 3 Minuten in kochendes Salzwasser einlegen, abschöpfen, sogleich in einer Schüssel Eiswasser abschrecken und in einem feinen Sieb sehr gut abtropfen lassen. Ggf. mit Gefühl das überschüssige Wasser ausdrücken.

  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1-2 Knoblauchzehen fein schneiden, in
  • 2 EL kaltgepresstem Olivenöl bei geringerer Temperatur 5 Minuten sanft anbraten – Spinat zufügen und mit
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss (frisch gerieben) würzen – das Ganze etwa 15 Minuten dünsten und zum Abkühlen zur Seite stellen
  • 6 helle Brötchen (etwa 1 bis 2 Tage alt) in ca. 3 cm große Würfel schneiden, mit
  • 500 ml warmer Milch gleichmäßig übergießen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen
  • 3 Eier
  • 50 g Parmesan und
  • 70 g Pecorino (jeweils gerieben)
  • 2 EL Ricotta

Alle Zutaten mit den Händen zu einem gleichmäßigen Teig kneten. Abschmecken und nach Bedarf noch etwas salzen. Der Teig sollte klebrig, jedoch nicht zu fest sein. Je nach Konsistenz etwas Mehl unterrühren.

  • 1 – 3 EL Dinkel- oder Weizenmehl

Lasst den Teig noch 15 Minuten ruhen. In der Zwischenzeit könnt ihr einen großen Topf mit etwa 3 bis 4 l Salzwasser zum Kochen bringen. Mit nassen Händen die Knödel formen (Wasserschüssel bereitstellen) und vorsichtig ins kochende Wasser einlegen. Wenn alle Knödel eingetaucht sind, sofort die Temperatur senken. Das Wasser darf nicht mehr sprudelnd kochen, sonst könnten die guten Teilchen zerfallen. Nun noch etwa 20 Minuten ziehen lassen, herausnehmen und anrichten.

Viel Spaß beim Ausprobieren!