Kinder im Elternbett?

Oder – Mein Startschuss für die schon länger fällige Diät!

Wann ist es Zeit nicht nur über einen anstehenden Gewichtsverlust nachzudenken, sondern es auch anzugreifen.

„Mama! Noch nicht aufstehen…lass uns noch kuscheln. Du bist so warm und weich! So kuschelig! Oh Mamili…ich liebe dich sooo sehr!“, höre ich meinen Jüngsten leise sagen.

Das Gefühl der Entzückung und Frust machen sich gleichmäßig in mir breit.

Früher hatten mein Mann und ich in unserem zwei Meter breiten Bett mehr als genug Freiraum. In der Phase des „nicht ohne einander Könnens “ lagen wir, eng aneinander gekuschelt, auf einer Matratze.

Mit den Jahren wurde der Abstand zwischen uns größer. Denn mit dem Familienzuwachs füllte sich diese Lücke mit den eigenen Sprösslingen. Meine bevorzugen hauptsächlich meine Hälfte des Ehebett und so liege ich, gequetscht wie eine Ölsardine, zwischen meinen Jungs, die sich wie Kraken mit mir oder in mich verschlingen. Wie viel Platz ich doch zu Zeiten von Säuglingen und Kleinkinder hatte?

Ich selbst gehörte vor knapp 30 Jahren zu jenen Elternteilen, die keines ihrer Kinder für längere Zeiträume in ihrem Ehebett duldete. An dieser Stelle möchte ich meinen erwachsenen Kindern sagen, das ihr in diesem Punkt eurem Herzen und eurem Bauch folgen dürft. Das ist meistens der richtige Weg. Früher erzog ich euch nach dem Vorbild meiner eigenen, persönlichen Kindheitserfahrungen und hielt mich zu sehr an die damals geltenden Tipps zur Erziehung.

Heute sehe ich das anders. Wenn mein Bett nicht bereits zu Beginn meiner eigenen Einschlafphase besetzt ist, sich meine Söhne erst in der 2. Hälfte der Nacht, vorsichtig in mein Bett schleichen und mir noch etwas Platz zum Atmen lassen, steht einer harmonischen Kuschelzeit nichts im Wege. Ursachen, der komischer Weise, immer wieder kehrenden, regelmäßig auftauchenden, nächtlichen Albträume meines Jüngsten sind wie von Zauberhand verflogen.

Ich blicke in den verschmitzt lächelnden Gesichtsausdruck meines sieben Jahre alten Sohnes und könnte ihn dafür wieder nieder knuddeln. Mein anfänglicher, in mir aufsteigender Groll ist wieder einmal wie weggeblasen. Übrig bleiben kurz nachdem mein Wecker klingelt, üble Rückenschmerzen, die mich daran erinnern, in diesem Punkt nun endlich mit der Umsetzung einer konsequenten Erziehung zu beginnen. Irgend etwas in mir hält mich davon jedoch noch ab…

Zum heutigen Tage bleibt weiterhin offen, wie lange ich mich noch hinter den liebevollen Äußerungen meiner Familie, zum Thema meiner überschüssigen Pfunde verstecke.

Es ist doch beruhigend zu wissen, das meine Männer mich, so wie ich bin, lieben. Dennoch besteht nach einem Blick in meinen Ganzkörperspiegel keinerlei Übereinstimmung mit ihren Ansichten.

Wichtig istdas ich mich liebe! Und deshalb werde ich heute mit meiner Ernährungsumstellung beginnen!