Taxiunternehmen „MAMA“

Ausufernde Entwicklung unserer Zeit…

Was konnte ich mich vor ein paar Jahren noch aufregen über sog. „Muttertiere“, welche ihre Sprösslinge ständig von A nach B kutschieren. Jene die sogar einen Terminkalender führen, um die privaten Termine, Einladungen, Verabredungen ihrer Kinder mit Freunden im Kalender notieren, um auch nichts aus dem mütterlichen Blickfeld zu verlieren.

Ein zweispaltiger Kalender reicht nicht mehr aus. Zu den wenigen Arztterminen reihen sich Klavierunterricht, Fußballtraining, dessen Punktspiele sowie Turniere und Kindergeburtstage ein. Mindestens fünfspaltige Familienplaner müssen her!

Mittlerweile hat mich auch dieser PLANUNGSSOG erfasst und zieht mich in ungeahnte Tiefen meines Zeitfressers. Denn jede Fahrt, egal wohin, kostet mich meine kostbare Zeit. Während mein Mann ab dem späten Nachmittag seinen Nebenjob nachgeht, übernehme ich die Haushalts- und Terminaktivitäten unseres Wochenalltag und beschneide mein Zeitkonto mit derartigen „Taxi-Aktionen“ selbst. Wie war das denn in unserer Kindheit? Ich kann mich nicht erinnern das meine Mutter, die „nur“ Hausfrau war, mich im Grundschulalter des öfteren umherkutschiert hatte…..

Ich möchte das auch meine kleinen Kinder zur Selbstständigkeit erzogen werden. Sobald es wärmer ist, kommen die Fahrräder zum Einsatz und zumindest die Kurzstrecken in unserem doch überschaubaren Wohnort sollten sie selbstständig erledigen können. Anfangs werde ich sie noch begleiten und dann können sie stolz erzählen, das sie wie die Großen schon alleine zu ihren Freunden und zum Fußballverein fahren können. Vielleicht bleibt dann ein wenig Zeit für mich übrig, die ich dann auch hoffentlich für meine lieb gewonnenen Beschäftigungen nutzen werde.